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Der Feind ohne Grenzen und die Zeit der Vernunft

Extremismus und Gewaltanwendung sind Phänomene, die essenzial gegen die Natur der Menschen und die menschliche Vernunft sind, geschweige grundsätzlicher  Inkongruenz mit natürlicher Neigung der Menschen. Im Gegensatz dazu sind auf Vernunft basierende Verhalten und gemäßigte Politik, die weit von der Brutalität und nicht kriegerisch sind, charakteristisch für einen vernünftigen Menschen und die werden in allen Kulturen respektiert und geachtet.

Extremismus und Tendenz zur Gewaltanwendung können verschiedene Gründe und Wurzeln haben. Abgesehen von jedem Grund, der man dafür erwähnt und sogar meistens wissenschaftlich belegbare Rechtfertigungen vorlegt, muss man die Ursachen des Extremismus und der Gewalt in Unwissenheit der Menschen suchen und das ist der Punkt zu bekräftigen, weshalb man in der iranischen Kultur traditionell zu mehr Toleranz und moderater Haltung neigt. Je mehr ein Mensch über sich selbst und um die Phänomene um sich in Unwissenheit steckt, umso mehr ist die Erhebung des Dogmas von ihm zu erwarten und den Exzess und die Strenge in seiner Haltung zu erleben. Ali Ben Abutaleb, einer der größten religiösen Persönlichkeiten der islamischen Welt, bezeichnet den Radikalismus und den Fanatismus als Merkmale unwissender Menschen. „Der ignorante Mensch verhält sich stets zweierlei; entweder ist er sehr extrem oder er ist zu langsam in seiner Vorgangsweise.

Der berühmte iranische Dichter, Molana, bezeichnet jede Art des Extremismus und Fanatismus als Zeichen der Ahnungslosigkeit und der Unwissenheit des Menschen:

Mein Freund, diese Welt ist wie ein Baum,

wir sind wie unreife Früchte auf diesem Baum.

Die unreifen Früchte kleben hart an den Zweigen,

weil man die Unreifen nicht nach Hause mitnehmen kann.

Sobald die Früchte reif und süß sind,

können sie allmählich die Baumzweige loslassen.

Sobald man zum Glück den stark süßen Geschmack im Mund hat,

hat man keine Lust mehr an dem Weltbesitz.

Strenge und Fanatismus sind Unreife,

solange du Emryo bist, muss du nur Blut saugen.

Fanatismus, Strenge und Extremismus sind für individuelles Leben aber auch für Familien eine Katastrophe. Aber die Katastrophe  zeigt ihr wahres Gesicht erst dann, wenn sie die Grenzen der Individualität überschreitet und sich in gesellschaftlicher, religiöser oder ethnischer Form gestaltet. Das, was heutzutage in manchen Ecken der Welt passiert und ab und zu deren Folgen sich herausstellen, zählt zu dieser Art der Katastrophe. Diese zügellosen Brutalitäthat man im Laufe der menschlichen Geschichte und in allen Kriegen überall auf der Welt erlebt. Aber gerade in dieser Zeit, in der unermüdliche Versuche zum materiellen und geistigen Fortschritt im Leben der Menschen unternehmen werden, sind solche Phänomene erstaunlich, ja sogar furchtbar.

Diese Art des Extremismus basierend auf Unwissenheit hat verschiedene Ursachen; Unwissenheit, Komplexe, Versuch zur Machtergreifung, Möglichkeit für die angeborenen Verbrecher u.s.w.. Diese einzelnen Gründe oder die Zusammenkunft all dieser Ursachen veranlassen die Menschen mit noch mehr Vernunft ernsthaft und willig zu handeln und für die Gefahrbeseitigung des Extremismus eine Lösung zu finden. Sollte man dieser Gefahr kein Ende setzen, droht eine noch größere Gefahr. Diese Krankheit, der Extremismus, kann in Form einer tödlichen Epidemie sich ausbreiten.

Die Statistik über die Zahl der Europäer und Amerikaner, die am Wettbewerb zum Tötens im Nahen Osten teilgenommen haben, ist so erschreckend, dass es jeden zum Nachdenken zwingt. Eine Umfrage in einem Land in der Region Nahen Ostens zeigt, dass mehr als 92% der Befragten genau dieselben Ideen vertreten, die von der verbrecherischen Gruppe Isis vertreten wird. Es mag sein, dass diese Umfrage übertriebene Werte ausweis; aber das ist immerhin erschreckend, wenn wir beobachten, dass die Vorgangsweise der Führer anderer Gruppen wie Al-Qaida in den arabischen Ländern eine ähnliche Tendenz zeigt.

WAVE[1]-Vorschlag und eine neue Welle

Mohammad Khatami, der Ex-Staatspräsident des Iran schlug der UNO im Jahr 2001 „Dialog der Zivilisationen“ vor. Das war gerade in der Zeit, wo der Thoretiker der internaionalen Beziehungen, Samuel Huntington, kurz davor seine These "Konflikt der Zivilisationen" vorgestellt hatte. Der Vorschlag des Staatspräsidenten des Iran wurde damals von vielen Staatsoberhäuptern der Welt sowie von den universitären und akademischen Kreisen begrüßt. Das, was sich beinahe als die Angst vor dem Konflikt der Zivilisationen zeigen wollte, wandelte sich zu einer Hoffnung für den Dialog der Zivilisationen um. Im vergangenen Jahr, knapp einige Monate nach der Wahl des neugewählten moderaten Staatspräsidenten, Dr. Hassan Rohani, hat er einen Vorschlag unter dem Motto" WAVE" der UNO überreicht. Rohani warnte bei seiner ersten Rede in der UNO vor den Gefahren des Krieges und Extremismus und fügte hinzu: "Man muss den Menschen einen neuen Horizont öffnen, damit der Frieden gegen den Krieg, die Gerechtigkeit gegen die Ungerechtigkeit, die Freiheit gegen die Gewaltherrschaft und der Fortschritt gegen den Rückstand die Oberhand gewinnt und erfolgreich wird". Um diese wertvollen Ziele erreichen zu können, schlug er vor, dass die Generalversammlung der UNO, praktische Maßnahmen gegen Gewalt und Extremismus unternehmen soll. Dieser Vorschlag wurde in Form einer Resolution am 20.12.2013 von der Vollversammlung genehmigt und beschlossen.

Die Welt hat jedoch seitdem nichts Konkretes unternommen. Die Gewalt hat sich noch mehr verbreitet. Die syrische Krise ist ein guter Nährboden zum Wachsen jener Gruppen, die ihre verbrecherischen Absichten mit populistischen Parolen realisieren wollten. Einige Länder stellten diesen Gruppen alle möglichen Ausrüstungen und Mittel zur Verfügung und einige jubelten ihnen zu und gossen Tag täglich Öl in dieses Feuer. Erst dann wurden die Medien und Politiker empfindlich, als sie und die ganze Welt mit diesem gefährlichen Phänomen konfrontiert wurden; mit einem Phänomen, das der menschlichen Würde und Werte, dem Leben, dem Hab und Gut und der Ehre der Menschen keinen Wert beimisst.

Der Wert der Ideen, wie der Idee von Rohani, wird erst dann begreiflich, wenn wir verstehen und herausfinden, wie schlimm die Folgen der Expansion solcher gefährlicher Phänomene sein könnten. Zur Zeit leiden einige Länder in unserer Region unter dem Extremismus und der Gewalt internationaler Art. Die begonnene Welle kann auf die übrige Welt übergreifen. Auf Grund des beachtlichen Umfangs und der tiefverwurzelten verbreiteten Taktiken der verbrecherischen Gruppen sind alle gezwungen, gemeinsam durchführbare Lösungen im Kampf gegen sie zu finden.

In der auf diesem Vorschlag basierenden UNO-Resolution wurden vier grundlegende Prinzipien besonders bekräftigt:

·         Verabscheuen der Aktivitäten, deren Wurzel im Extremismus, in der Ungerechtigkeit und in der Diktatur zu suchen sind. Dabei kann man die Gewaltanwendung gegen die Souveränität und politische Unabhängigkeit der Völker, Angriff an Kulturstätte, Ermordung der Zivilbevölkerung, Kinder und Frauen erwähnen. Man muss jede Art des religiösen und ethnischen Hasses, des Rassismus und jeder Feindseligkeit schärfstens verurteilen; terroristische und gewalttätige Aktivitäten, gleichgültig mit welchem Vorwand und in welcher Form auch immer bekämpfen.

·         Unterstützung jeder Art von Maßnahmen, die die Gewalt kontrollieren und die menschliche Würde beschützen. Begrüßung der Idee des interreligiösen und interkulturellen Dialogs, Respekt vor Meinungsfreiheit, Toleranz im kulturellen und sozialen Leben, gegenseitige Respekt, Schutz der Frauenrechte und Kampf gegen jede Art der Diskriminierung der Frauen, Förderung der Mäßigkeit und Reformen im sozialen und politischen Leben, Festigung der Grundrechte der Menschen in jeder Art und Form, insbesondere in dem Bereich des friedlichen Zusammenlebens mit Würde.

·         Praktische Strategien, die die Resolution zum Erreichen  der genannten Ziele vorschlägt. Darunter: Gleichstellung der menschlichen Gesellschaften, eine umfassende und akzeptable Anschauung über die Kulturen, die Religionen verschiedener Gesellschaften, Förderung der Dialogkultur unter den Menschen, Aufklärung der Menschen über die Folgen der Gewaltanwendung und des Extremismus, die aus politischen und wirtschaftlichen Missstände entstehen, Erhöhung des allgemeinen Wissens über die Vorteile und Wichtigkeit der Mäßigung und der goldenen Mitte, Aufbringen der Geduld und Schutz der Menschenrechte in dem sozialen und politischen Leben, Bekämpfung und Beseitigung der Art, Reduzierung der finanziellen Unterschiede und Widmung an wirtschaftliches und soziales Wachstum.

·         Bekräftigung des hohen Wertes und der wichtigen konstruktiven Rolle der Zivilgesellschaften, der nichtstaatlichen Organisationen neben dem Staat und den internationalen Organisationen beim Kampf gegen den Extremismus und Gewalt, Hervorrufen der Wichtigkeit der Massenmedien bei der richtigen Vorstellung der vielfältigen Kulturen, Völker und Religionen und Aufzeigen der zerstörerischen Dimensionen des Extremismus und der Gewaltanwendung.

Die Tatsache ist, dass WAVE-Entwurf den Grundstein für umfassende internationale Zusammenarbeit sein kann. Der Geist und die Kernaussage dieses Planes basiert auf einem gemeinsamen moralischen Grundsatz, den alle zivilisierten Gesellschaften und Völker der Welt anerkennen. Dieser Grundsatz besagt, dass die menschliche Würde, Mäßigung und Freundlichkeit befürwortet und jede Art des Extremismus und der Gewalt ablehnt und verabscheut. Die Audienz dieses Planes sind nicht nur die Regierungen und Staaten, sondern alle Denker, Eliten und politischen und internationalen Experten, damit sie eine Strategie für das Erreichen des Friedens und der internationalen Sicherheit ausarbeiten und eine Welt ohne Gewalt und Extremismus aufbauen und die den Menschen in allen Gesellschaften anbieten.

Zur Zeit sind wir Zeuge der Bemühungen gegen das gefährliche Phänomen namens Terrorismus, Gewalt und Extremismus. Man darf jedoch die Augen vor der Wahrheit und den Tatsachen  nicht schließen. Man darf nicht die Ursachen, die zu diesem Phänomen geführt haben, vergessen. Die Welt soll ihre Augen, neben dem Kampf gegen den Terrorismus, aufmachen und die Elemente, die die Gewalt und Extremismus erzeugt haben, genau erkennen und sie behandeln. Der Inhalt und der Sinn des Vorschlages von Rohani ist auch nichts anderes; Kampf gegen den Terrorismus und die Gewalt muss kontinuierlich und ohne Wenn und Aber fortgesetzt werden. DieserKampf muss bedingungslos und vielseitig von allen vorangetrieben werden. Das Ziel dieses Kampfes muss der Schutz der Rechte aller Menschen sein und nicht nur die Rechte bestimmter Gruppen nachgehen. Der Kampf gegen den Extremismus und die Gewalt muss langfristig und auf Basis von gemeinsamen Entscheidungen getrieben werden. Man muss die Ursachen solcher unheilvolle Phänomene auf internationaler Ebene untersuchen.

Der letzte Punkt, den man nicht vernachlässigen soll, ist die Bekämpfung des Terrorismus und der Gewalt. Man darf nicht jene Mittel anwenden, damit die Saat des Extremismus und der Gewalt in naher oder weiter Zukunft mehr gesät wird. Die Situation im Nahen Osten ist so, dass jede separatistische Bewegung ein Unheil für eine unabsehbare Zeit richten kann, das nicht mehr zu bekämpfen sein wird. Die öffentlichen und heimlichen Unterstützungen der Parolen und fanatischen Ideen können zum Nährboden für die Ausbreitung jeder Art von Gewalt werden. Bevor alle Länder der Welt zum Zusammenschluss einer Allianz gegen die Gewalt, den Extremismus und den Terrorismus kommen und dabei die Initiative ergreifen, müssen sie ihre Aufrichtigkeit und ihren Willen zur Bekämpfung des Terrorismus zeigen, in ihrer Entscheidung keine Grenzverlegungen akzeptieren und das Wichtigste ist, dass sie ihre Strategie bestimmen, damit die anderen Länder ihnen vetrauen können.



[1]- the World against Violence and Extremism


18:20 - 12/12/2014    /    Nummer : 318571    /    Anzahl Zahl : 928



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