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.Kulturelle Abt

Iranische Kultur

 

 

Die Hauptelemente der Gestaltung der Kultur im Iran kann man auf verschiedene Phasen; Königreich der Achämeniden, Königreich der Sassaniden, Herrschaft des Islam, Angriffe von Mongolen und die Entwicklung des Schiitentums zurückführen. Um die iranische Kultur besser verstehen zu können, muss man einige unabhängige Länder um den Iran gründlich in Betracht ziehen. Afghanistan, Tajikestan, Usbekistan, Turkmenistan, Republik Azarbaidschan, Armenien und Georgien, die Türkei, Pakistan sowie die Kurden im Irak sind mehr oder weniger von der iranischen Kultur beeinflusst.

Einige der Elemente der iranischen Kultur, die über die politischen Landesgrenzen hinausgegangen sind, kann man zusammenfassend wie folgt erwähnen:

1.    Persische Sprache und andere im Iran geläufige Sprachen,

2.    Islam und insbesondere das Schiitentum

3.    Kulturelle Vielfalt und verschiedene ethnische Gruppen und verschiedene Religionen

4.    Die iranische Kunst( Persische Literatur und Poesie, iranische Architektur und iranische Küche)

5.    Würdigung der ethnischen und religiösen Sitten und Ritualen.

Die Hauptelemente der iranischen Kultur

Persische Sprache( Dari und Tajik): Farsi, Persisch oder persische Dari ist die offizielle Amtssprache im Iran und Tajikestan und einer der offiziellen Sprachen im Afghanistan. Etwa 70 Millionen im Iran, 20 Millionen in Afghanistan, 5 Millionen in Tajikestan und 7 Millionen in Usbekistan sprechen Farsi. In Pakistan und im indischen Subkontinent gibt es auch Menschen, die Farsi sprechen. Insgesamt bedienen sich 110 Millionen Menschen auf der Welt dieser Sprache.  Obwohl derzeit Farsi nicht die offizielle Sprache in Pakistan ist, war vor der Kolonialzeit Englands in der Ära der Gurkanian-Dynastie die offizielle Sprache im Subkontinent. Die offizielle Sprache in Pakistan ist heute Urdu, die man als in Farsi umgewandelte indische Sprache bezeichnen kann und ist stark von der persischen Sprache(Farsi) beeinflusst. Die vorzügliche Sprache unter den Elitenschichten, insbesondere im Bereich der Kultur und Musik(Gawali-Musik) ist eben Farsi. Die persische Sprache hat 32 Alphabeten.

 

Der Islam, das Schiitentum und deren verschiedene Zweige

Die Mehrheit der Iraner konvertierten nach dem Angriff der Araber zum Islam. Die Einigkeit Gottes und Gottesanbetung sind die Hauptsäulen des islamischen und schiitischen Glaubens und die Iraner halten sich sehr streng daran. 88% der Iranier sind Schiiten, 2% bekennen sich zu anderen Religionen und 10% sind Sunniten. Außer der drei Grundfeilen des Islam, Einheit Gottes, Prophetentum und Auferstehungstag gibt es für die Schiiten noch zwei weitere Grundsätze, nämlich die Gerechtigkeit Gottes und die Statthalterschaft( genannt Imamat). Seit 2. Jahrhundert nach Hijra kennt man die Glaubensrichtung "Schiitentum", das wörtlich "Anhängerschaft" bedeutet. In der Lebenszeit des 6. Imam der Schiiten entwickelte sich das Schiitentum sehr rapide. Die Tendenz zum Schiitentum gab es seit den ersten Jahren des Islam im Iran. Erst wurde es jedoch in der Safawiden-Ära zur offiziellen Religion des Staates.

Da verschiedene ethnische Gruppen mit unterschiedlichen Kulturen im Iran leben, gibt es daher, neben Farsi, auch andere Sprachen. Neben Moslems leben auch Christen und Juden im Iran. Unter den Kulturen innerhalb des Iran kann man die Azari-Sprache, kurdische Kultur und Sprache und zum Teil die arabische Sprache erwähnen.

Christentum, Judentum und Zarathustras, eine vorislamische Religion im Iran, sind von der Verfassung der Islamischen Republik Iran die offiziell anerkannten Religionen im Land und sie haben auch ihre jeweiligen Abgeordneten im iranischen Parlament. Kultur, insbesondere Poesie und Musik ist mit dem täglichen Leben eines jeden Iraners eng verflochten. Ohne genaue Kenntnis über die iranische Literatur, Poesie und Spichwörter kann man die wahre iranische Kultur nicht verstehen und somit ist das Erkenntnis über die iranische Gesellschaft nicht möglich oder sehr schwer.

Die Iraner würdigen ihre Sitten und Bräuche sehr. Diese Sitten und Bräuche haben ihre Wurzeln zum Teil in nationalen Traditionen und zum Teil basieren sie auf den religiösen Glaubensgrundsätzen.

Norouz, das iranische Neujahr  ist eines der altertümlichsten Feste im Iran, das auch in Afghanistan, Tajikestan, Turkmenistan, Usbekistan, Kirkizstan, Kazagstan und in den von Kurden besiedelten Regionen des Irak, der Türkei und im Syrien am 21. März( 1. Farvardin nach iranischem Kalenderjahr) gefeiert wird. Auch in heutigen Zingbar in Ostafrika, wo früher die iranischen Auswanderer lebten, wird das Norouz-Fest feierlich abgehalten. Keines der Feste, die im Iran gefeiert werden, oder in der Vergangenheit gefeiert wurden, hat so eine lange Geschichte wie Norouz. Vor dem 21. März, also vor Norouz wird traditionell auch ein kleines Fest gefeiert und zwar am Abend des letzten Dienstags vor dem Jahreswechsel. Am 13. Farvardin, also dreizehn Tage nach dem Jahreswechsel hält man ein besonderes Fest, hauptsächlich im Freien und in der Natur, dessen Symbol 7-S ist. Nach dem Jalalikalender beginnt das neue iranische Jahr mit dem Beginn des Frühlings. Deshalb gibt es je nachdem 365 oder 366 Tage in einem Jahr. Die iranischen Feierlichkeiten, wie Norouz, Mehrgan und Sadeh werden von allen ethnischen Gruppen im Iran gepriesen und gefeiert. Norouz wird von den Persern, Kurden, Azaris, Loren, Christen, Zarathustras und Juden mit voller Pracht gefeiert. Die kurdische Musik ist ein Hauptteil der heutigen iranischen Musikkunst. Viele volkertümlichen Sänger und Musikgruppen im Iran sind eben Kurden.

Wie alle anderen Moslems der Welt fasten die Iraner im Monat Ramadan. Das Fitr-Fest, eines der größten islamischen Feste, ist am Ende dieses Monats. Die Iraner halten auch Trauerfeierlichkeiten in den ersten zehn Tagen des arabischen Monats Moharram und Gedenken den Märtyrertod des Enkelkindes des Propheten, Imam Hossein, des Sohnes von Imam Ali, der mit seinen wenigen Anhängern samt seiner Familienmitglieder von den Omawiden- Kalif im Jahr 61 nach Hijra im heutigen Kerbala im Irak, umgebracht wurde. Alle Frauen der Märtyrer  wurden zu Sklavinnen.  Die Liebe der Iraner zu der Prophetenfamilie ist so groß, dass man sie von der iranischen Kultur nicht trennen kann. Die Merkmale und Elemente dieser Liebe sind noch heute für das Verhalten und die Sitten der Iraner im täglichen Leben bestimmend und gehören zweifelsohne zur iranischen Kultur.

 

 

Public Diplomacy abteiltung der Botschaft der Islamischen Republik Iran in Wien

E-mail : cultural.academic@iranembasssy-wien.at

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